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Diese Seite wurde mit finanzieller Unterstützung ("Educational Grant") von RB Pharmaceuticals Ltd, eine tochtergesellschaft der Indivior PLC, entwickelt

Retardiertes Morphin

An SROM-Behandlung interessierter Heroinkonsument

Retardierte Morphine, die ausschließlich oral eingenommen werden haben im Vergleich zu standardmäßigem Morphin eine längere Wirkdauer. Redardierte Morphine sind in einigen europäischen Ländern zur Behandlung der Opioidabhängigkeit erhältlich. Überlicherweise wird es Patienten empfohlen die Unverträglichkeiten gegen Methadon und Buprenorphin aufweisen.

Die Einnahme von retardiertem Morphin
Retardierte Morphine sind in Tabletten- und Kapselform verfügbar und werden oral eingenommen. Sie setzen das Morphin nach und nach frei und ermöglichen eine einmal tägliche Einnahme. Unter Umstanden ist auch eine zweimal täglich einnahme nötig.

Tabletten sind in den Stärken 15, 30, 60, 100 und 200 mg erhältlich. Die optimale Dosis kann stark variieren und hängt von Deinem früheren Heroin-/Opioidkonsum und von der Verträglichkeit ab.

Es ist wichtig, dass das Medikament unzerkaut geschluckt wird. Kauen oder Zerbrechen kann die Freisetzungsrate des Morphins stören und das Risiko der Überdosierung erhöhen

Was könnten für dich Vor- und Nachteile sein?

  • Der nichtbestimmungsgemäße Gebrauch von retardiertem Morphin ist in einigen Ländern weit verbreitet.
  • Vielleicht wirst du auch angefragt ob du dein Substitut verkaufen willst.
  • Du solltest redardierte Morphine niemals spritzen, da einige Bestandteile der Tabletten/Kapseln sich nicht vollständig auflösen und deine inneren Organe schädigen können.
  • Vielleicht hilft dir dies um dein Medikament wie vorgesehen einzunehmen.
  • Du solltest ebenfalls keinen Alkohol trinken wenn du mit retardierten Morphinen behandelt wirst. Durch die verzögerte Frteisetzung des Morphins kann sich das Risiko einer Überdosierung erhöhen.
  • Vielleicht helfen dir diese Hinweise um keinen Alkohol zu trinken.

Mit Mythen aufräumen
Auf der Straße kursieren häufig Mythen über bestimmte Behandlungen. Da ist es wichtig, Fakten von Fiktion zu trennen. Hier ist ein verbreiteter Mythos, den du vielleicht über retardiertes Morphin gehört hast.

  • „Retardiertes Morphin führt zu stärkeren Entzugserscheinungen als andere Substitute.” Studien haben gezeigt, dass es bei Patienten mit Morphin-Therapie im Vergleich zu Patienten mit Methadon-Therapie keine signifikanten Unterschiede bei den Entzugssymptomen oder beim Verlangen gibt

Gibt es Nebenwirkungen?
Nicht jeder erlebt Nebenwirkungen. Einige der häufigsten Nebenwirkungen von retardiertem Morphin mit verzögerter Freisetzung sind:

  • Schwitzen
  • Atemnot
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Verstopfung
  • Euphorie
  • Schwindelgefühl
  • Depression
  • Ohnmacht
  • Mundtrockenheit-Syndrom: ein Mangel an Speichel, von dem manche glauben, er verursache Zahnfäule.

Die Nebenwirkungen lassen häufig mit der Zeit nach; jedes neue Medikament kann Zeit benötigen, bis man sich daran gewöhnt hat.

Wiederaufnahme der Behandlung?
Wenn du in der Vergangenheit retardiertes Morphin erhalten und Probleme erlebt hast, solltest du mit deinem Arzt sprechen. Es kann sein, dass du beim letzten Mal eine falsche Dosis erhalten hast oder dies einfach nicht das richtige Medikament für dich ist.