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Patientenrechte

Einen Arzt finden

In vielen Ländern kannst du die Behandlung bei einem Allgemeinmediziner beginnen. Einige Länder, wie etwa Spanien, setzen den Besuch einer speziellen Drogenklinik voraus, während du in anderen, zum Beispiel Portugal, vom Hausarzt eine Überweisung in eine Spezialklinik brauchst. In England und Frankreich kannst du dich von jedem Allgemeinarzt behandeln lassen, während andere Länder von Ärzten eine Zusatzausbildung verlangen, ehe sie Opioidabhängigkeit behandeln dürfen. Das bedeutet, dass nicht jeder Arzt in solchen Ländern, einschließlich Deutschland, in der Lage ist, dich zu behandeln und du möglicherweise einen anderen Arzt finden muss, der dich behandeln kann. In anderen Ländern, zum Beispiel in der Schweiz, kannst du dich entweder bei deinem Hausarzt oder in einer Spezialklinik behandeln lassen. In Dänemark kann ein Allgemeinarzt zwei Wochen lang Medikamente verschreiben, bevor du zur Untersuchung in ein Therapiezentrum musst. Wenn du zur Behandlung angenommen wirst, kannst du sie entweder im Therapiezentrum durchführen oder bei deinem Arzt fortsetzen. In England braucht ein Arzt Drogenabhängige nicht zu behandeln, wenn er nicht will. Er muss sie allerdings an einen anderen Arzt überweisen, der bereit ist, ihnen zu helfen.

Deine Beziehung zu deinem Arzt und Apotheker

Während dein Arzt aus juristischer Seite die einzige Person ist, die eine geeignete Behandlungsform für dich festlegen kann, wird ein guter Arzt alle Optionen mit dir besprechen und gemeinsam mit dir zu einer Entscheidung gelangen. Wenn du im Rahmen einer offenen und vertrauensvollen Beziehung zu deinem Arzt ihm gegenüber ruhig und mit Überzeugung deinen Standpunkt vertreten kannst, hast du eine viel bessere Chance, zu einer guten und lebbaren Lösung für dich zu kommen. Normalerweise wirst du im Verlauf deiner gesamten Behandlung in einer Klinik oder Arztpraxis vom gleichen Arzt behandelt. Je nach deinem aktuellen Behandlungsprogramm hast du möglicherweise auch Termine bei Schwestern, Therapeuten oder anderen medizinischen Betreuern, Es kann sogar sein, dass du diese Mitglieder deines Behandlungsteams häufiger siehst als deinen Arzt.

Auch mit deinem Apotheker wirst du, ebenso wie mit deinem Arzt, für längere Zeit interagieren; du solltest dich also darum bemühen, eine freundliche und offene Beziehung zu ihm aufbauen. In fast allen Ländern sind Ärzte, Apotheker und andere medizinische Betreuer rechtlich zum Schutz deiner Privatsphäre verpflichtet; du kannst also offen und vertrauensvoll mit ihnen sprechen.

Was der Arzt dir verschreiben kann

In den meisten Ländern dürfen Ärzte, die Opioidabhängigkeit behandeln, nur solche Medikamente verschreiben, die für diesen Zweck zugelassen sind. Weitere Informationen zu Medikamenten, die du in deinem Land erhalten kannst, sind in der Behandlungsverfügbarkeitstabelle zu finden. Je nach deinem Wohnort müssen Ärzte möglicherweise zunächst bestimmte Medikamente verschreiben (so genannte Erstbehandlungen), ehe sie andere einsetzen können.

In bestimmten Ländern, beispielsweise Frankreich, Spanien, Schweiz, England und Portugal, dürfen Ärzte jedes legal verfügbare Medikament verschreiben. In solchen Fällen kann dein Arzt dir auch Arzneimittel verschreiben, die nicht offiziell zur Behandlung von Opioidabhängigkeit aufgelistet sind. Dies wird aber möglicherweise nicht durch öffentliche Mittel Krankenversicherung unterstützt und du musst selbst dafür aufkommen. In manchen Ländern wie Spanien und der Schweiz sind deine Medikamente subventioniert, aber du musst einen kleinen Prozentsatz der Kosten selbst tragen.

Deine Medikamente abholen

Je nach der Behandlung, auf die du dich mit deinem Arzt geeinigt hast, musst du deine Medikamente in der Klinik einnehmen oder sie bei einer Apotheke abholen. Die Wahl der Apotheke steht dir normalerweise frei; in Frankreich, Deutschland und einigen anderen Ländern legt jedoch der Arzt die Apotheke fest. Dein Arzt sollte sich vorher mit der Apotheke in Verbindung setzen, um sicherzustellen, dass dein Medikament korrekt abgegeben wird und in Spanien, um zu überprüfen, ob sie zur Abgabe bereit sind. Wenn du in Dänemark zu einem Therapiezentrum gehst, erhältst du dort normalerweise deine Medikamente. Wenn du jedoch von deinem Allgemeinarzt behandelt wirst, musst du deine Medikamente selbst aus der Apotheke abholen. Die Menge des Medikaments, die du erhalten kannst, hängt stark von den rechtlichen Bestimmungen in deinem Land und deiner aktuellen Behandlungsform ab.

In den meisten Ländern ist der Apotheker verpflichtet, beim Abgeben der Medikamente alles zu tun, um deine Privatsphäre zu schützen. Er muss also beispielsweise die Art des Medikaments vor anderen Kunden geheimhalten und sollte dich in Hörweite anderer Personen nicht um vertrauliche Informationen bitten.

Weitere Informationen zu deinen Rechten und Pflichten in der Behandlung erhältst du, indem du dich mit einer User- oder Patientengruppe in deinem Land in Verbindung setzt.