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Diese Seite wurde mit finanzieller Unterstützung ("Educational Grant") von RB Pharmaceuticals Ltd, eine tochtergesellschaft der Indivior PLC, entwickelt

Motivierende Gesprächsführung

Motivierende Gesprächsführung ist eine Form der Beratung, die dir hilft, dich zu Änderungen in deinem Leben zu motivieren, indem du dir Ziele setzt, Pläne machst und bestimmte Verhaltensweisen änderst.

Seit 2005 setzt ein Programm namens KISS („Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum“) diese Techniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Im Rahmen von KISS unterstützen ausgebildete Drogenberater Abhängige, die clean werden wollen, beim Versuch, die Einnahme legaler oder illegaler Drogen zu reduzieren. In zwölf Wochen Einzel- oder Gruppentherapie werden wichtige Themen diskutiert, wie zum Beispiel das Führen eines Konsumtagebuchs, das Setzen wöchentlicher Ziele und das Identifizieren von und Umgehen mit Risikosituationen. KISS hat schon vielen Drogenabhängigen dabei geholfen, ihren Drogenkonsum zu senken und Verbesserungen in ihrem Leben vorzunehmen. Dort, wo du lebst, gibt es vielleicht ähnliche Programme. Wenn du an dieser Art von Unterstützung interessiert bist, solltest du mit deinem Arzt darüber reden.

Kognitive Verhaltenstherapie

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) konzentriert sich darauf, die Auslöser für deinen Drogenkonsum zu identifizieren und dir zu zeigen, wie du sie vermeiden kannst. Du lernst auch, mit Problemen umzugehen und sie ohne Drogen zu lösen. KVT hat schon vielen Drogenabhängigen geholfen, ihren Drogenkonsum unter Kontrolle zu bekommen oder sogar ganz einzustellen. Wenn du an KVT interessiert bist, solltest du mit deinem Arzt darüber reden.

Medikamentengestützte Rückfallprävention

Mann, der an medikamentengestützter Rückfallprävention interessiert ist

Was
Eine Tablette das den Opioidblocker Naltrexon ins Blut freisetzt, sodass der Konsum von Heroin-oder Opioiden dich nicht mehr beeinflusst. Medikamentengestützte Rückfallprävention wird häufiger bei Alkoholabhängigkeit eingesetzt, obwohl sie von manchen Ärzten angeboten wird.

Wer
Menschen, die abstinent bleiben möchten und es vermeiden wollen, während der Behandlung Opioide zu nehmen.

Vorteile

  • Zusätzliche Hilfe, um Drogen fernzubleiben.
  • Verhindert die Belohnung oder das „High”, wenn Heroin-oder Opioide konsumiert werden.

Nachteile

  • Sicherheitsbedenken.
  • Entzugssymptome, gegen die du nichts machen kannst. In einigen Fällen kann das Verlangen nach Opiaten zunehmen.
  • Schmerzlinderung durch Opioidschmerzmittel nicht möglich.

Verabreichung von Naltrexon
Naltrexon gibt es als oral einzunehmende 50-mg-Tabletten, die häufig einmal pro Tag genommen werden, obwohl es in zwei 25-mg-Dosen geteilt oder sogar dreimal pro Woche eingenommen werden kann (100 mg, 100 mg und 150 mg). Du musst vor der Einnahme von Naltrexon opiatfrei sein, sonst kann es zu Entzugserscheinungen kommen.

Sich von Drogen fernhalten
Bei der Rückfallprävention geht es nicht nur um Medikamente. Neben der psychosozialen Betreuung/Therapie kann dir eine Reihe von Optionen helfen, sich von Drogen fernzuhalten.

  • Eliminiere den Druck, der das Verlangen auslöst: Triff keine alten Drogenfreunde; such keine Orte auf, an denen du Drogen konsumiert hast; wirfalle Drogenutensilien weg.
  • Versuche eine Liste der Personen, Orte und Dinge zu verfassen, die mit deinem Drogenkonsum in der Vergangenheit verbunden waren.
  • Lösche z. B. die Telefonnummern deiner Dealer oder Drogenfreunde aus dem Handy oder ändere deine eigene Nummer, um zu verhindern, dass du von diesen Personen kontaktiert wirst.
Alle diese Schritte sind ein guter Start.

Falls Naltrexon eingesetzt wird, kommt es nach einer Entgiftung zur Anwendung, um einen Rückfall zu verhindern. Da die Behandlung mit Opioidantagonisten die Opioidrezeptoren blockiert und die Antagonisten sich sehr fest an diese binden, können andere Opioide keine Bindung an diese Rezeptoren eingehen, sodass du keinerlei Drogenwirkung verspürst, wenn du Drogen konsumierst. Da jedoch die Rezeptoren nicht aktiviert werden, kann das Verlangen weiter bestehen. Überdosen und Todesfälle sind aufgetreten, nachdem Menschen zu viele Opioide eingenommen haben, um ihr Verlangen zu stillen und/oder die Naltrexon-Blockade auszuschalten.

Naltrexon wurde unter Betäubung eingesetzt, um einen raschen Drogenentzug zu erzwingen. Dies führte zu einigen schweren Nebenwirkungen, u. a. Erbrechen, Durchfall und Delirium, und gilt nicht als sichere Praxis.

Gibt es Nebenwirkungen?
Nicht jeder erlebt Nebenwirkungen; einige der häufigsten Nebenwirkungen von Naltrexon sind:

  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Erschöpfung
  • Schlaflosigkeit
  • Angstzustände
  • Benommenheit.

Die Nebenwirkungen lassen häufig mit der Zeit nach; jedes neue Medikament kann Zeit benötigen, bis man sich daran gewöhnt hat.

Neben der psychosozialen Betreuung/Therapie (z.B. Motivierende Gesprächsführung oder KVT) können dir eine Reihe von Optionen helfen, dich vor Drogen zu schützen. Reduziere den Druck, der dein Verlangen auslöst. Vermeide den Kontakt zu alten Drogenfreunden. Ebenso solltest du Orte meiden, die für dich in enger Verbindung mit deinem ehemaligen Drogenkonsum stehen. Klar ist, dass du alle Konsumutensilien vernichten solltest.

Wie können Sie diese vermeiden?
Das Löschen der Telefonnummern deiner Dealer sowie eine neue Handynummer für dich, können verhindern, dass dich Leute aus deiner „Drogenzeit” kontaktieren.