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Codein

An Codeinbehandlung interessierter Heroinkonsument

Codein, ein aus dem Schlafmohn gewonnenes Opiat, steht nur in Deutschland für die Opioiderhaltungstherapie zur Verfügung. Es wird seit Mitte der 1970er Jahre als Erhaltungstherapie in Deutschland eingesetzt. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 1998 ist die Verordnung von Codein zur Substitution nur noch in begründeten Ausnahmefällen erlaubt.

Verabreichung von Codein
Codein ist allgemein in Tabletten- oder flüssiger Form verfügbar, doch aufgrund der niedrigen Medikamentenkonzentrationen und der für die Erhaltung notwendigen hohen Dosis sind die Patienten gezwungen, sehr große Mengen an Tabletten oder flüssigem Codein zu nehmen.

Was könnte ich mögen oder nicht mögen?

  • Codein darf wegen des Risikos, eine Anaphylaxie oder ein Lungenödem (Flüssigkeit in der Lunge) zu verursachen, nicht injiziert werden. Dies kann für dich ein zusätzlicher Schutz gegen den Mißbrauch des Medikaments sein.
  • Codein wird relativ rasch vom Körper ausgeschieden.

Wir räumen mit Myhen auf!
Auf der Straße kursieren häufig Mythen über bestimmte Behandlungen. Dabei ist es wichtig, Fakten von Fiktion zu trennen. Hier ist ein verbreiteter Mythos, den du vielleicht über Codein gehört hast.

  • „Codein kann man nicht für die Erhaltungstherapie einsetzen.” Eine geringe Zahl von Studien hat sich mit Codein als Erhaltungstherapie befasst und gezeigt, dass es eine ähnliche Wirksamkeit aufweist wie Methadon. Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass in einigen wenigen Fällen auch die Kombination von Methadon und Codein erfolgreich sein kann.

Gibt es Nebenwirkungen?
Nicht jeder erlebt Nebenwirkungen; einige der häufigsten Nebenwirkungen von Codein sind:


  • Schwitzen
  • Atemdepression
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Verstopfung
  • Verminderte Libido
  • Verwirrtheit
  • Schlaflosigkeit
  • Ohnmacht
  • Mundtrockenheit-Syndrom.

Die Nebenwirkungen lassen häufig mit der Zeit nach; jedes neue Medikament kann Zeit benötigen, bis man sich daran gewöhnt hat.

Wiederaufnahme der Behandlung?
Wenn du in der Vergangenheit Codein erhalten hast und Probleme hattest, solltest du mit deinem Arzt sprechen. Es kann sein, dass du beim letzten Mal eine falsche Dosis erhalten hast oder dies einfach nicht das richtige Medikament für dich ist.