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Buprenorphin/Naloxon

An Buprenorphin-/Naloxonbehandlung interessierter Heroinkonsument

Buprenorphin/Naloxon
Buprenorphin steht in Kombination mit Naloxon in den meisten Staaten seit 2006 zur Verfügung.

Verabreichung von Buprenorphin/Naloxon
Buprenorphin/Naloxon-Tabletten sind in den Dosen 2 mg/0,5 mg und 8 mg/2 mg erhältlich und werden unter die Zunge gelegt. Die häufigsten Tagesdosen Buprenorphin/Naloxon liegen in der Regel zwischen 12/3 mg und 16/4 mg, obwohl einige Menschen höhere oder niedrigere Dosen benötigen. Die ideale Dosis Buprenorphin sollte normalerweise in wenigen Tagen erreicht werden. Die Wirkung von Buprenorphin/Naloxon ist mit der von Buprenorphin identisch, wenn es wie verschrieben eingenommen wird: Unter der Zunge wird nur sehr wenig Naloxon aufgenommen und nicht genug, um eine Wirkung zu spüren. Wird die Tablette jedoch zerdrückt und injiziert oder geschnupft, wird ausreichend Naloxon aufgenommen, um einen Entzug zu bewirken, wenn die Person andere vollwertige Opioidagonisten (z. B. Heroin oder Methadon) in ihrem Körper hat.

Was könnte ich mögen oder nicht mögen?
Da der aktive Wirkstoff in Buprenorphin/Naloxon zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit das Buprenorphin ist, gelten die gleichen Dinge wie bei Buprenorphin, wenn es allein genommen wird. Um weitere Einzelheiten über Buprenorphin zu erfahren, hier klicken.

Weitere Dinge, die du speziell bei Buprenorphin/Naloxon mögen oder nicht mögen könntest:

  • Wenn du Buprenorphin/Naloxon injizierst, verursacht das Naloxon einen Entzug und/oder dämpft die Wirkung des Buprenorphins. Dies könnte eine Versicherung gegen die Versuchung des Missbrauchs sein, oder du willst dich selbst vor der Infektion des Medikaments schützen.
  • Aufgrund des Vorhandenseins von Naloxon vertrauen einige Ärzte stärker darauf, dieses Medikament als Take Home Abgabe zu verschreiben, sodass du zu einem früheren Zeitpunkt unabhängiger werden kannst. In einigen Ländern ist es das bevorzugte Buprenorphinpräparat, es sei denn, die Umstände erfordern eine alleinige Gabe von Buprenorphin (z. B. bei einer Schwangerschaft)
  • Es kann sein, dass du als Buprenorphin/Naloxon-Patient nicht so oft gefragt wirst, ob die dein medikament verkaufen willst, da es für die Szene weniger attraktiv ist. Andererseits könntest du auch weniger gefährdet sein, deine eigenen Medikamente zu verkaufen.
  • Buprenorphin/Naloxon kann mit anderen Medikamenten interagieren und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, daher solltest du mit deinem Arzt sprechen, wenn du verschiedene Medikamente (z. B. antiretrovirale Medikamente zur Behandlung von HIV oder manche Antibiotika) einnimmst.

Wir räumen mit Mythen auf!
Auf der Straße kursieren häufig Mythen über bestimmte Behandlungen. Da ist es wichtig, Fakten von Fiktion zu trennen. Hier sind einige verbreitete Mythen, die du vielleicht über Buprenorphin/Naloxon gehört hast.

  • „Buprenorphin/Naloxon kann zu Entzugserscheinungen führen.” Wird es korrekt eingenommen, wirkt Buprenorphin/Naloxon auf die gleiche Weise wie Buprenorphin und führt genauso wenig zu Entzugserscheinungen. Es verursacht lediglich dann Entzugserscheinungen, wenn die Tabletten zerdrückt und injiziert werden. Trotzdem machen sich einige Menschen Sorgen über die Wirkung des Naloxons im Präparat Buprenorphin/Naloxon. Dies kann ein Teufelskreis sein: Laut Forschung reicht allein diese Angst aus, um Entzugserscheinungen zu verursachen. Einige Patienten in einer Studie erlebten tatsächlich einen Entzug, als sie dachten, sie seien von Buprenorphin auf Buprenorphin/Naloxon umgestellt worden, obwohl dies in Wahrheit nicht der Fall war! Hier kann man sehen, wie mächtig die psychische Wirkung von Veränderungen in Ihrer Behandlung sein kann.

Gibt es Nebenwirkungen?
Nicht jeder erlebt Nebenwirkungen; einige der häufigsten Nebenwirkungen von Buprenorphin/Naloxon sind:

  • Schwitzen
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Leichte Sedierung
  • Schmerzen in Muskeln und Gelenken
  • Wassereinlagerung
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit.

Die Nebenwirkungen lassen häufig mit der Zeit nach; jedes neue Medikament kann Zeit benötigen, bis man sich daran gewöhnt hat.

Wiederaufnahme der Behandlung?
Wenn du in der Vergangenheit Buprenorphin/Naloxon oder Buprenorphin bekommen und Probleme gehabt hast, solltest du mit deinem Arzt sprechen. Es kann sein, dass beim letzten Mal die Dosis zu niedrig war oder dies einfach nicht das richtige Medikament für dich ist.